Samstag, 31. Dezember 2016

Lifewave Patches - Anti-Silvesterangst-Experiment und eigene Erfahrungen

Hallo Ihr Lieben,

da unser Hund Schnee und seine beste Akita-Freundin leider zu den Hunden gehören, die extreme Silvesterangst bis hin zu Panik vor der Knallerei bzw. Feuerwerken haben, möchte ich Euch hier gerne von unseren diesjährigen Erfahrungen bzw. verschiedenen Anti-Silvesterangst-Versuchen berichten.

Mittlerweile gibt es ja überall viele Anregungen und Hilfestellungen, wie man seinen ängstlichen Hund an Silvester unterstützen kann (siehe auch meinen Blog-Beitrag von Silvester/ Dezember 2015 mit hilfreichen Tipps)! Das Allerwichtigste ist allerdings natürlich, dass man bei seinem Hund während dieser, für ihn schweren, Zeit bleibt, ihn unterstützt und vor allem auf jegliche Psychopharmaka oder stärkere (Beruhigungs-)Medikamente verzichtet, die den Hund nur "in seinem Körper einschließen" und vermeintlich beruhigen, aber in Wahrheit kriegt er alles live mit, aber kann nicht reagieren, weil sein Körper im wahrsten Sinne des Wortes ruhiggestellt ist! Wichtig ist auch zu wissen, dass Angst nicht durch "Trösten" verstärkt wird; Angst ist eine Emotion und diese ist da oder nicht! Durch Unterstützung könnt Ihr Eurem Hund, der nicht versteht, warum es pausenlos knallt und zum Teil Todesangst empfindet, helfen mit der für ihn schwierigen Situation fertigzuwerden bzw. einigermaßen zu entspannen bzw. sich zu beruhigen, sei es durch besonders leckeres Futter, einer wohligen Rückzugsmöglichkeit/ Höhle, einem spannenden Ablenkungsspiel, einer intensiven Kuscheleinheit, einem Thundershirt, Tellington TTouch u.v.m. - je nachdem, was Eurem Hund in dieser Situation gut tut! Hauptsache, er ist nicht allein! Ein Kind würde man ja auch nicht in die Ecke setzen und sagen "das schafft es schon"!

Da ich in Berlin schon bei dem Ridgeback-Rüden meines Vaters, der durch seine Schilddrüsen-Unterfunktion bedingt, ebenfalls Silvesterangst hat, sehr gute Erfahrungen mit einer Bachblüten-Silverstermischung gemacht habe, habe ich mich dieses Jahr an Iris Otto-Siemakowski von Mr.&Mrs. Dog (http://blog.mrandmrsdog.at/show_content.php?sid=6) gewendet und mit ihr eine perfekt auf Schnee zugeschnittene Bachblütenmischung bezüglich seiner Angst zusammengestellt. Davon habe ich dann Schnee seit Anfang November mehrere Tropfen täglich gegeben, um sein inneres Gleichgewicht herzustellen und ihn langsam auf die laute Silvesterzeit vorzubereiten.

Am 6.12.16 habe zusätzlich noch einen Workshop von Iris im Dog Food Lab (Infos und Facebookseite) besucht, bei dem sie die Lifewave Patches (Homepage: Homepage Lifewave, Infos: Infos zur Wirkungsweise), entwickelt in den USA, vorgestellt und z.T. ausprobieren lassen hat. Diese kleinen runden Pflaster wirken über eine Biophotonen-Zucker-Eiweiß-Mischung in ihrer Mitte und werden durch Licht aktiviert. Sie werden nach bestimmten Klebeprotokollen entweder direkt auf die schmerzende Stelle (Ice wave Pflaster) oder auf spezielle (Akupunktur-)Punkte auf die Haut oder das Fell geklebt und bleiben dort beim Menschen für 24 und beim Hund für 48h. Sie stellen die Energieflüsse im Körper her, lindern Schmerzen, regen Heilungskräfte an und vieles mehr. Ich habe die Pflaster bei Linda Tellington-Jones schon 2x live bei Schmerzen im Rücken und an der Hüfte bei älteren Hunden wirken sehen und es war jedes Mal verblüffend wie schnell diese kleinen Pflaster helfen und wie überraschend gut sie auf dem Fell hielten.
Bei meinem Vater habe ich vorgestern auch zwei Pflaster ausprobiert, die ihm helfen sollten, die Schmerzen in seiner verletzten Schulter zu lindern und die Selbstheilungskräfte anzuregen (SP6 und Carnosine Pflaster). Er berichtete mir nach der Nacht mit den Pflastern, dass er einige Zuckungen im Schlaf bemerkt habe, die sich so anfühlten, als wenn etwas in ihm arbeitete bzw. heilt. Es war aber nicht unangenehm, er hatte keine Schmerzen und die Pflaster haben auch sonst nicht gestört oder sich komisch angefühlt. Um eine größere Wirkung zu bemerken, muss man die Pflaster sicher öfter bzw. mehrere Tage anwenden.

Anti-Silvesterangst-Experiment mit Schnee und seiner Akita-Freundin Akina

30.12.16

Um ca. 20 Uhr bin ich eine kurze Gassirunde mit Schnee gegangen und erste Böller/ Knaller wurden bereits gezündet. Schnee war sichtlich nicht glücklich über diese Knallerei und wollte gar nicht recht von unserem Haus weg. Er hat sich immer beunruhigt umgedreht, die Ohren angelegt/ Stressanzeichen gezeigt und angehalten. Ich musste ihn alle 2m überreden weiterzugehen. Trotzdem haben wir die kleine Runde sogar noch zwischen den Häusern abgekürzt, weil er nur nachhause wollte.

Um ca. 21.30 Uhr haben Viola und ich bei unseren Hunden die Lifewave Patches Silent Night und Aeon als (Anti-)Silvesterangst-Kombination aufgeklebt. - Schnee war an den Pflastern interessiert, hat dran geschnüffelt und wollte sogar dran lecken - vielleicht auch damit spielen!? - Dabei wird das Silent Night Pflaster auf das sog. Dritte Auge auf der Stirn und das Aeon-Pflaster hinter das rechte Ohr (in Ausnahemfällen ist es bei manchen Hunden auch das linke Ohr) geklebt. Dort bleiben sie wenn möglich 48h. Bei Schnee halten die Pflaster aufgrund des etwas längeren und weichen Fell sehr gut - hinter dem Ohr habe ich das Fell etwas gescheitelt und das Pflaster hautnah aufgeklebt und das längere Fell drübergelegt. Auch nach der Nacht sitzen alle Pflaster wie zuvor. -- Bei Akina's eher kurzem, stacheligen Fell halten die Pflaster trotz großer Klebekraft etwas weniger gut und Viola hat versucht, sie etwas seitlich an das Fell anzudrücken. Eins der beiden musste sie später sogar durch ein Neues ersetzen.


Fotos: Schnee mit dem Silent Night Pflaster auf der Stirn; Das Aeon Pflaster hinter dem Ohr verschwindet leider im Fell und ist nicht wirklich fotografierbar. 


Fotos: Akina mit den beiden Pflastern auf der Stirn und hinter dem rechten Ohr.

Erste Erfahrungen mit den Pflastern:

31.12.16

Die Nacht zum 31.12.16 hat Schnee ohne Probleme durchgeschlafen und die Pflaster haben beide gut gehalten und blieben unverändert an ihren Klebestellen.
Am Vormittag ging ich dann eine kleine Feldrunde. Auch da wurden schon zahlreiche Raketen o.Ä. gezündet; zum Glück waren die meisten eher entfernt aber deutlich hörbar. Schnee hat sich wirklich wenig für sie interessiert und war sogar eher freudig unterwegs. Ich habe ihn vorsichtshalber an der langen Leine gelassen, falls im Notfall doch ein lauterer Knaller in unserer Nähe gezündet worden wäre und er doch panisch geworden wäre. Insgesamt wurden während der Runde ca. 6-7 weiter entfernte Knaller gezündet und 2-3 Nähere. Schnee ist aber ruhig geblieben und hat wenn nur kurz geschaut und angehalten. Für jeden Knaller hat er ein Leckerlie bekommen und gefressen (zur positiven Verknüpfung und Belohnung für Ruhigbleiben).

Nachmittags sind wir mit ihm nochmal eine größere Runde außerhalb von Wien spazieren gegangen. Auch dort wurden in der Ferne Knaller gezündet, aber er bleib relativ cool, ließ sich ablenken und hat Leckerlies annehmen können und sogar mit seinem Lieblingstau gespielt. Zuhause haben wir bei der Rückkehr alle Jalousien und Vorhänge zur Abdämmung des Lärms und ggf. der Lichter geschlossen. Als Vorbereitung für 0.00 Uhr habe ich eine große Schüssel Käsewürfel (als Ablenkung/ Belohnung) geschnitten.

Am Abend habe ich ihm, nachdem er doch anfing sich aufgrund der erhöhten Knallerrate unruhig zu verhalten und zu versuchen unter dem Tisch oder hinter der Couch zu verstecken, ein T-Shirt angezogen, um in zu unterstützen und sein Sicherheitsgefühl zu erhöhen. Zudem habe ich ihm ein Hundezelt aufgebaut, um ihm eine weitere Rückzugshöhle zu bieten. Diese hat er 2x gerne angenommen, aber leider haben die neugierigen Katzen ihn darin zu sehr belagert und ließen sich schwer davon abhalten. Daher hat er dann doch wieder den Tisch mit unseren Beinen darunter vorgezogen. Wir haben währenddessen am Tisch gesessen, die Musik laut aufgedreht und ein Brettspiel gespielt. Schnee hat dann phasenweise sogar tief und fest geschlafen!

 Foto: Schnee mit T-Shirt

Foto: Schnee im Hundezelt als Rückzugsmöglichkeit

Foto: Schnee in seiner "Tischhöhle"

Ab ca. 23.00 Uhr haben wir uns alle auf die Couch gesetzt - Schnee hat sogar seine "Tischhöhle" verlassen - und haben Karaoke auf der Wii gespielt. Dabei haben wir die Musik sehr laut gedreht, da die Knaller schon mehr wurden (und um unser " schiefes Gejaule" zu übertönen ;) ). Schnee hat dabei neben uns auf der Couch gelegen und sogar geschlafen!

Foto: Schnee schlafend um 23.45 Uhr bei lauter Karaoke-Musik neben uns.


Um 23.50 Uhr haben bereits die ersten Teenies bei uns vor der Tür Raketen etc. gezündet, daher wurde Schnee dann doch wach und unruhig. Wir haben ihn daraufhin mit Käsewürfeln abgelenkt und er hat diese gerne gefressen! Wir haben noch bis 2.00 Uhr weiter Karaoke gemacht und Schnee nebenbei mit Käse gefüttert, wenn es geknallt hat.

Um 2.00 und um 3.00 Uhr habe ich jeweils nochmal kurz versucht mit Schnee rauszugehen, aber jedes Mal wurde immernoch geknallt, wenn ich die Haustür öffnete und Schnee hat sich direkt umgedreht und wollte wieder zurück. Damit war die Silvesternacht dann beendet und wir sind schlafen gegangen...

Foto: "Gute Nacht, Männer!"

1.1.17 - Neues Jahr, neues Glück!

Schnee hat erneut die Nacht gut durchgeschlafen und die Pflaster sitzen nach wie vor - zwar etwas lockerer auf den Haaren klebend aber nicht lose oder wackelig. Das T-Shirt hat er ebenfalls die ganze Zeit getragen und trägt es immernoch (in Vorbereitung auf verspätete Knaller-Überraschungen)!


Die kurze Vormittagsrunde verlief auch ohne Probleme und es waren nur noch wenig Knaller und Schnee sichtlich froh wieder rauszukönnen und den Umständen entsprechend eigentlich relativ entspannt. Waren Knaller zu hören, gabs wieder Käsewürfel, die er nach wie vor gerne fraß.

Fazit:
Ich denke, die Pflasterkombination, insbesondere das Silent Night, haben Schnee geholfen in dieser schweren Silvester-Situaion etwas zu entspannen und sogar zweitweise fest zu schlafen. Natürlich waren es eine gute Mischung aus verschiedenen, unterstützenden Vorkehrungen! Aber ich war überrascht über die gute Haltbarkeit der Pflaster auf Schnee's Fell und dass sie in in den 2 Tagen in keinster Weise gestört haben. Er hat nicht ein Mal daran gekratzt oder versucht, sie abzumachen. Natürlich ist schwer zu sagen, wie es ohne die Pflaster gewesen wäre, aber ich kann mir gut vorstellen, dass sie einen positiven Einfluß auf Schnee hatten und freue mich, dass die Silvesternacht deutlich entspannter war als letztes Jahr! :)


Violas und Akinas Erfahrungsbericht:

Viola hat in der Silvesternacht ebenfalls aufgepasst, dass alle Fenster und Türen verschlossen sind und hat die Musik lauter aufgedreht, damit die Knaller weniger zu hören sind. Allgemein hat sich Akina dieses Jahr überwiegend in eine dunkle Ecke im Gang zurückgezogen und konnte dort sogar zweitweise entspannen. Zudem hatte sie von dort einen guten Überblick über das Geschehen insgesamt. Viola kann schwer sagen inwiefern die Pflaster jetzt geholfen haben, aber sie hat schon das Gefühl, dass Akina mithilfe der Bachblütenmischung und den Lifewave Pflastern entspannter war als letztes Jahr. - Damals hatte Viola ihr sogar extra frisches Fleisch besorgt, dass sie Akina um 0.00 Uhr zur besseren Ablenkung und Verknüpfung gegeben hat, aber Akina war zu aufgeregt/ verschreckt von den Knallern, dass sie es nicht fressen konnte (bei zu großem Stress und/ oder Angst ist der Organismus nicht in der Lage zu fressen, da der Körper in Alarmbereitschaft ist und Fressen/ Verdauen nicht zugelassen werden kann!) und auch insgesamt nicht zur Ruhe kam. Von daher war dieses Silvester insgesamt schon eine deutliche Verbesserung zu erkennen! :)









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