Donnerstag, 15. September 2016

"Gute und böse Früchte" für den Hund

Hallo Ihr Lieben,


immer wieder gibt es wilde Märchen, Erzählungen und Gruselgeschichten über Obst und Gemüse, das der Hund essen darf und eben lieber nicht essen sollte!

Hier mal eine kleine Sammlung und Übersicht über die "Obst-/ Gemüse-Hundefreunde und -feinde", die es so gibt:

"Obst-/ Gemüse-Hundefreunde"
Äpfel:
Äpfel sind voller Antioxidantien, z.B. Vitamin C, und helfen damit gegen oxidativen Stress im Zellstoffwechsel, der eine wichtige Rolle bei Alterungsprozessen und der Entstehung von Krankheiten, z.B. Krebs, spielt. Antioxidantien sind chemische Substanzen, die gesundheitsschädliche freie Sauerstoffradikale binden und unschädlich machen. Der Verzehr von Äpfeln reguliert den Blutzuckerspiegel, unterstützt das Herz und kann Krebs vorbeugen. Zudem können Äpfel bei Darmproblemen und Durchfall helfen. (Achtung, unbedingt vorher die Kerne entfernen! s.u.)


Bananen:
Bananen bieten eine Menge Balaststoffe und sind eine gute Vitamin A, B und C-Quelle. Zudem sind sie reich an Mineralien wie Kupfer, Magnesium, Kalium und Mangan. Sie beinhalten Carotinoide und Polyphenole, die gegen verschiedene chronische Krankheiten, wie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen helfen können.
Blau-/ Heidelbeeren, Himbeeren, Cranberrys, Brombeeren:
Die dunklen Farben der verschiedenen Beeren kommen von den pflanzlichen Anthozyan-Pigmenten mit hohem Antioxidantienanteil und einer Anti-Krebs und entzündungshemmenden Wirkung. Anthozyane unterstützen die Herzfunktion, verbessern die Sehschärfe und das Gedächtnis und beugen dem altersbedingten Abfall der kognitiven Fähigkeiten vor. Sie reduzieren die Entstehung von Tumoren.
Es wird empfohlen Hunden keine Erdbeeren zu geben, da sie allergische Reaktionen, ähnlich wie beim Menschen, hervorrufen können.
Cantaloupe/ Zuckermelone:
 
Sie enthält eine gesunde Dosis an Antioxidantien, wie Vitamin C, Alpha- und Beta-Karotin, Vitamin B und K, Kalium und Magnesium. Ebenfalls enthält sie die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin, die die Augengesundheit untersützen. Melone ist für die meisten Hunde sehr lecker und kann besonders im Sommer sehr erfrischend sein!
Birnen:
Sie enthalten wenig Säure und somit eine gute wahl für Hund emit einem empfindlichen Magen! Birnen mit Schale bieten den höchstmöglichen Balaststoff-Anteil. Pektin, ein löslicher Balaststoff in der Birnenschale hilft bei Reizungen des Verdauungstraktes. Birnen enthalten viel Vitamin C und K und Mineralien, wie z.B. Kupfer, Magnesium, Phosphpor, Zink, Beta-Karotin, pflanzliche Nährstoffe, Lutein und Zeaxanthin - sind z.B. gut für die Augen.
Ananas:
Sie sind ebenfalls reich an Antioxidantien, wie Vitamin C und Bromelin, ein Enzym, das entzündungshemmend wirkt und somit gegen Arthritis hilft und Tumorwachstum reguliert. Bitte nur kleine Ananas-Portionen füttern, da der hohe Vitamin C- und Bromelin-Gehalt sonst zu Magen-Darmtrakt-Reizungen mit Erbrechen und Durchfall führen kann!
Wassermelone:
Sie enthält viel Lycopin, Beta-Karotin und pflanzliche Substanzen, die ihnen ihre tiefrosa bis rote Farbe und eine hohe entzündungshemmende und antioxidative Wirkung verleihen. Durch den hohen Wassergehalt hat die Wassermelone wenig Kalorien und einen hohen Erfrischungseffekt. Sie ist somit der perfekte, süße und erfrischende Durstlöscher an heißen Sommertagen!
--> hundefreundliche Früchte sind eine gesunde Abwechslung und Bereicherung in der Hundeernährung - aber in Maßen!

"Obst-/ Gemüse-Hundefeinde"
(u.a. nach Aussage von Justine Lee, Tierarzt und Toxikologie-Spezialist; Berater am ASPCA’s Animal Poison Control Center, New York, USA)


Avocados: 

Obwohl Avocados oft fälschlicherweise in der Liste der giftigen Lebensmittel für Hunde auftauchen, sind sie prinzipiell nicht giftig für Hunde! Aber aufgrund ihres hohen Fettgehaltes und ihrem riesigen Kern (Erstickungsgefahr!) sind sie eher ungeeignet für Hunde! Für einige Vogelarten sind sie zum Beispiel sogar tödlich! 


Zitrusfrüchte (Orangen, Grapefruits etc.) 



Zitrusfrüchte sind ebenfalls nicht direkt giftig für Hunde, aber aufgrund ihres hohen Säuregehalts können sie zu Magenbeschwerden führen! Zudem mögen die meisten Hunde ihren sauren Geschmack nicht. 
Obstsamen/ -kerne:
Kerne von Kirschen, Mangos, Pfirsichen, Pflaumen/ Aprikosen (scharfkantig- Verletzungsgefahr) und Äpfeln enthalten Zyanid, das in zu großen Mengen verabreicht/ aufgenommen gifitg ist! Des Weiteren können Kerne oder Samen verschluckt werden, hängenbleiben oder in den Verdauungstrakt gelangen (Gefahr: Darmverschluß). Daher vorher unbedingt alle Samen oder Kerne entfernen und dann erst dem Hund geben! 
Weintrauben/ Rosinen:
Weintrauben/ Rosinen enthalten Oxalsäure und können bei Hunden bei Verzehr größerer Mengen einen akuten und irreversiblen Nierenschaden verursachen - bis hin zu tödlichem Nierenversagen! 
Rohe Bohnen: 


Nur gekocht können Bohnen vom Hundemagen gut verdaut werden. Im rohen Zustand enthalten Bohnen das Gift Phasin, das die roten Blutkörperchen verklebt.


Tomaten, rohe Auberginen, rohe Kartoffeln: 



Diese Nachtschattengewächse enthalten im rohen Zustand den Giftstoff Solanin und sollten deshalb nie in den Hundemagen gelangen!

Zwiebeln: 

Roh, gekocht oder getrocknet – Zwiebeln enthalten Schwefelstoffe, die die roten Blutkörperchen des Hundes zerstören.
 

Knoblauch:



Egal ob roh, gekocht, gegrillt, geschält, getrocknet, in Pulverform oder frisch: Knoblauch ist in bestimmten Mengen Gift für Hunde! Er enthält Sulfide (N-Propyldisulfid), die die roten Blutkörperchen zerstören und somit eine Blutarmut (Anämie) hervorrufen können. Als schädliche Menge geben Jürgen Zentek und Helmut Meyer in ihrem Buch „Ernährung des Hundes“ ca. 5g pro Kilogramm an.




Quellen: www.dogster.com, www.fressnapf.de

Samstag, 10. September 2016

Linda Tellington-Jones live in Bad Vöslau bei Wien!

Hallo Ihr Lieben,

gestern war es wieder soweit und ich habe mein großes Vorbild Linda Tellington-Jones wiedergetroffen! :) Da Linda auf Hawaii lebt - und dort trotz dessen nur max. 2 Monate im Jahr vor Ort ist, weil sie die ganze Welt bereist, um Mensch und Tier mit der Tellington TTouch Methode zu begeistern - ist das nämlich nicht so leicht sie mal live anzutreffen!  

Gestern hatte dann das lange Warten ein Ende und sie hat persönlich (mittlerweile gibt es weltweit ca. 1.500 Tellington TTouch Practicioner) ein Seminar zu ihrer Methode in Bad Vöslau gegeben!
Wer die Tellington Methode nicht kennt, das ist eine Methode, die sich aus der sog. Körperarbeit, d.h. verschiedene sanfte TTouches auf der Haut und/ oder die Anwendung von Körperbändern/ Bandagen für besseres Körperbewusstsein, Beruhigung, höhere Leistungsfähigkeit u.v.m. und der sog. Bodenarbeit, einem Lernparcours aus verschiedenen Bodenuntergründen, kleinen Hindernissen aus Stangen, Pylonen etc. und verschiedenen Leinenführtechniken, um die Körperkoordination und Konzentration etc. zu verbessern, zusammen!

Die Tellington TTouch Methode kommt ursprünglich aus der Pferdewelt und wurde vor ca. 40 Jahren ins Leben gerufen. Bei den Hunden (und Kleintieren) wird sie aber auch schon seit ca. 20 Jahren erfolgreich angewendet! Bei den TTouches handelt es sich um sanfte streichende, hebende oder kreisförmige Verschiebungen der Haut, die die Durchblutung fördern und die Zellen aktivieren sowie sie ggf. an ihre ursprüngliche Funktion erinnern, z.B. nach Traumata oder bei Schmerzen etc. Im Gegensatz zur Massage, arbeitet die TTouch Methode nur durch sanfte Hautverschiebungen an der Körperoberfläche und nicht mit Druck auf den Muskel, der oft eher schmerzhaft und nicht selten fast unerträglich ist, bei hartnäckigen Verspannungen. 

Jede einzelne Zelle verfügt über ein "Schmerzgedächtnis", somit können Traumata auch über Jahre in den Zellen festgehalten werden. Jeder kennt das, der sich z.B. einmal den Finger schmerzhaft in der Autotür eingeklemmt hat o.Ä. - jedes Mal, wenn man die Tür zuwirft, ist man automatisch vorsichtiger und erinnert sich an den unangenehmen Schmerz. Durch Anwendung der sanften TTouches kann man die Zellen mit neuen, guten Informationen "füttern" und Blockaden oder Traumata lösen. Durch diese ganzheitliche Methode hat man mithilfe vieler verschiedener "Tools" die Möglichkeit durch vermeintlich wenig aussehende TTouches und Übungen Verhalten nachhaltig zu verändern, Schmerzen zu lindern, schwierige Situationen zu erleichtern, Mut zu geben, Vertrauen und feste Bindungen zu schaffen und vieles mehr! Dabei ist egal, ob man mit einem hibbeligen Welpen arbeitet, der durch Tellington-Arbeit lernen kann, sich zu entspannen oder seine „fiesen Welpenzähnchen“ kontrollierter einzusetzen oder einem ängstlichen Hund, z.B. aus dem Tierschutz hat, und Vertrauen und eine Bindung aufbauen möchte oder ob man seinem quirligen Junghund helfen möchte, sich bei Übungen o.Ä. besser zu konzentrieren oder ob man einem alten Hund helfen möchte, mehr Stabilität zu bekommen oder oder oder. Es gibt sooo viele Möglichkeiten mit der Tellington TTouch Methode zu arbeiten oder einfach dadurch die Bindung zu seinem eigenen Hund zu festigen! Und das Beste ist, beim TTouchen entspannt man auch selbst und kommt in einen Zustand der verbesserten Leistungsfähigkeit (sog. „awakened mind state“; http://annawise.com/the-work/the-awakened-mind/)!

Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie man mit seinen eigenen Händen mit ganz sanften Berührungen großartige Wirkungen und Veränderungen erschaffen und miterleben kann. Linda hat uns gestern wieder gezeigt, dass dies möglich ist! Sie hat zum Beispiel einen 6,5 Monate alten, natürlich anfangs aufgeregten, Junghund gettoucht und dieser wurde innerhalb von Minuten ruhig und hat trotz erhöhter Position vor großem Publikum angefangen, sich zu entspannen und die Berührungen zu genießen. Der Nächste war ein kleiner Hund mit einem Knieproblem. Linda hat zu Beginn erstmal angefangen, den ganzen Hund zu ttouchen, um sich nicht sofort in den Problembereich zu begeben und nur darauf zu konzentrieren. Kurz darauf hat sie das verletzte Knie mit sanften TTouches verwöhnt und die kleine Hündin hat es sichtlich genossen und sich am Ende mit zahlreichen „Hundeküssen“ bei Linda bedankt. Der letzte, freiwillig aus dem Publikum gewählte Vorführhund war eine 8-jährige Goldie-Hündin, die bereits eine versteifte Wirbelsäule und auf beiden Seiten HD (Hüftgelenksdysplasie) hat und sichtlich schwer gehen konnte. Linda hat auch sie ausgiebig gettoucht und sie hat es sehr genossen und sich entspannt. Am Ende der Veranstaltung hat sie noch drei sog. „Pain patches“ (http://lifewave.com/usa-en/patches.asp; oder „Energy patches“) im Bereich der hinteren Wirbelsäule (Kruppe) aufgeklebt bekommen und anschließend ist sie deutlich leichter und aktiver durch den Raum gelaufen! :)

Natürlich kamen auch die Menschen nicht zu kurz. Linda hat an sich selbst und zwei Freiwilligen verschiedene TTouches vorgezeigt und erklärt. Wir konnten diese dann an uns selbst und einem frei gewählten Partner ausprobieren. Es ist immer wieder eine tolle Erfahrung selbst zu spüren, wie diese kleinen, sanften Berührungen das eigene Körperbewusstsein und Wohlbefinden beeinflussen und verbessern! Jeder sollte das mal ausprobieren und selbst spüren oder auch gerne bei Mensch und Tier testen!

Mittlerweile gibt es sehr viele Bücher von Linda auf dem Markt oder überall sind Tellington Practicioner für Mensch, Pferd und/ oder Hunde/ Kleintiere verstreut und bieten bei Interesse Seminare oder Einzelstunden an!

Wie belebend die Tellington TTouch Methode ist, zeigt auch immer wieder Linda selbst, die mit ihren fast 80 Jahren gestern den größten Teil ihres Seminars auf einem Stuhl auf einem Tisch vorgeführt hat und dort wie ein „junger Hüpfer“ rauf- und runtergeklettert ist! Sie versprüht immer eine Energie und ist voller Lebenskraft, daran kann man sich nur ein Beispiel nehmen! Mit viel Witz und Charme hat sie die 4h Seminar wieder wie im Fluge vergehen lassen und alle mit einem tollen Gefühl nachhause gehen lassen! Vielen Dank für diese, wie immer, tolle Erfahrung!

Jetzt ist sie übrigens mit ihrem Ehemann schon wieder auf dem Weg weiter nach Italien, um dort mit Sportpferden zu arbeiten! Diese Frau ist einfach toll! :)

Ich wünsche Euch ein tolles Wochenende und bis bald,

Eure Sabrina

Hier ein paar Impressionen:

Linda und Ich (Foto: Karin Bayer, 09.09.2016)

Linda ttoucht Junghund


Linda beim TTouchen des Hundeknies


Linda beim TTouchen der Goldie-Hündin

Linda beim Hearthug-TTouch

Anmerkung: Leider dreht das Programm die Bilder selbstständig :(
Die Fotos sind von mir aufgenommen und nicht zur Verwendung durch Dritte freigegeben!




Donnerstag, 21. Juli 2016

Hunde... in der Wissenschaft! - Konferenz-Erfahrungen

Hallo Ihr Lieben,

dieses Jahr hatte ich zum ersten Mal die Chance auf zwei wissenschaftlichen Konferenzen live dabei zu sein - da freut sich das Biologen-Herz! ;)

Zu Einen war ich vom 28.06.-01.07.16 beim Canine Science Forum 2016 (CSF, http://www.csf2016.com/) in Padua, Italien - einer internationalen Wissenschaftskonferenz, bei der es nur um Hundeforschung geht und verschiedene Vorträge der einzelnen Forschergruppen gehalten wurden.
Zudem konnten Forscher, Studenten, Hundetrainer etc. Poster zu ihren Themen vorbereiten und in speziellen Poster-Sessions diese präsentieren und Fragen dazu beantworten.

Ich habe zu meinem Training der Hunde für den eye-tracker im CDL auch ein Poster angefertigt und konnte es dort zeigen - hier der Beweis:

(Foto: Karin Bayer, 30.06.2016)

Es war wirklich eine tolle Erfahrung, dabei zu sein, sich auszutauschen und zu sehen, wie viel in der Forschung mit Hunden so passiert und was schon alles möglich ist!

Wer gerne mehr erfahren möchte, kann sich hier die Zusammenfassungen der Vorträge auf deutsch durchlesen und z.T. Videos dazu ansehen: http://hundeprofil.de/canine-science-forum-2016-zusammenfassung/

Viel Spaß dabei!

Toll waren auch die (sozialen) Highlights in Form einer abendlichen Wine & Cheese Party im wunderschönen Botanischen Garten und einem Dinner im stilvollen Ambiente in einem schicken Restaurant in der Innenstadt!

Es sei auch zu bemerken, dass Padua (nahe Venedig) eine kleine, süße Stadt mit vielen Gässchen, netten Kirchen, Parks, Shoppingmöglichkeiten, sehr vielen leckeren, kleinen Eisläden, Restaurants, Bars etc. - ohne zu großen Tourismusandrang - ist und durchaus eine Reise wert ist!
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Zum Anderen durfte ich als Helferlein - mehr oder weniger hinter den Kulissen - bei der ECBB 2016 (European Conference on Behavioural Biology, http://ecbb2016-vienna.com/) vom 12.-15.07.2016 in Wien, einer internationalen, verhaltensbiologischen Konferenz dabei sein.



Hier liefen in 4 Hörsälen gleichzeitig viele, viele Vorträge über verschiedene verhaltensbiologische Forschungsarbeiten - von Themen wie Verhalten, Kognition, Kommunikation, Persönlichkeit, Kooperation etc. zu Fischen, Fröschen, Hunden, Wölfen, Walen, Vögeln u.v.m. war alles dabei! :)

Es waren vielen hochkarätige, internationale Wissenschaftler vertreten ... und es ist schon lustig, wenn plötzlich der Autor eines meiner Verhaltenbiologiebücher zuhause im Schrank, vor mir zur Registrierung zur Konferenz steht!

Auch hier ein Highlight das gemeinsame Gala Dinner mit Live Swing-Band im Festsaal im Wiener Rathaus!

Eine tolle Erfahrung und ich hoffe, ich kann bald wieder mal bei einer Konferenz dabei sein! :)

Liebe Grüße,
Eure Sabrina

Sonntag, 19. Juni 2016

Erfahrungsbericht Hundemesse "House of Dogs", Berlin - mit vielen nützlichen Informationen!

Hallo Ihr Lieben,

am Samstag, den 11.06.2016 war ich in Berlin auf einer neuen, erstmals ausgerichteten Hundemesse: House of Dogs - Die Messe für Lifestyle mit Hund!


House of Dogs - Messe für Lifestyle mit Hund
Quelle und Infos unter: http://house-of-dogs.de/

Die Messe fand auf zwei Etagen und zum Teil im Innenhof (vorwiegend Essen- und Getränkestände) statt (3000qm Präsentationsfläche). Neben vielen interessanten Produkt- und Informationsständen gab es auch ein spannendes Programm mit Vorführungen auf einer Showfläche (Hundewahl, Behindertenbegleithunde, Hundebeschäftigung, Hundeführerschein uvm.) und informativen Vorträgen in einem kleinen Vorlesungssaal zu Themen wie Erste Hilfe beim Hund, Alte Hunde, Schmerzen beim Hund, Tellington TTouch, Ernährung, Recht etc.

Natürlich gab es alles, was man sich rund um den Hund an Zubehör und Grundausstattung vorstellen kann. Ich persönlich fand die innovative Ultraschallzahnbürste für Hunde besonders spannend (
Infos hier). Das ist eine Zahnbürste, die mittels einem speziellen Zahngel und Ultraschall die Hundezähne effetiv "putzt". Das Tolle ist, dass diese Zahnbürste nicht vibriert und nur vor den Hundezahn gehalten werden muss - ohne ihn direkt zu berühren - und die Zähne von Zahnbelag befreit. Immer mehr Wissenschaftler und/ oder Hundezahnspezialisten konnten zeigen, dass der Zahnbelag bei Hunden innerhalb von 18-36 h zu Zahnstein wird und dann nur noch mittels OP's bzw. medizinischer Geräte entfernt werden kann. Dieser wird mehr und mehr und führt u.a. zu Zahnfleischentzünungen bis hin zu möglichem Zahnausfall, wenn das Zahnfleisch zurückgeht. Zahlen belegen, dass ca. 20% aller Hunde an Zahnstein leiden (Stichprobe: fast 31.500 Hunde) und 80% aller Hunde ab einem Alter von 5 Jahren und über 90% ab 12 Jahren an Zahnerkrankungen leiden (Angaben: Vortrag Hundetrainerkongress 2015; Dr. Matthias C. Schweda, vetmeduni). Es konnte in mehreren Studien belegt werden, dass tägliches Putzen der Hundezähne (am besten von klein an) die Bildung von Zahnbelag und Mundgeruch deutlich reduziert! Kein Zahnbelag - kein Zahnstein! Des Weiteren ist bekannt, dass die meisten Organschäden (besonders Herz, Nieren, Leber) im späteren Hundeleben durch das Abschlucken von Bakterien aus dem Mundraum verursacht werden! Also tägliches Zähneputzen hilft nicht nur uns selbst sondern auch unseren Vierbeinern!

Eine weitere interessante (aber auch etwas kostspieligere) Innovation waren die (Tier-)Bademäntel von Siccaro. Der Stoff dieser Bademäntel, oder auch als Handschuhe oder Decken erhältlich, nimmt 80% der Feuchtigkeit nach dem Baden oder Regen auf und reduziert sogar deutlich den typischen "Nasser Hund"-Geruch. Der Stoff war sehr flauschig anzufassen und die Bademantelmodelle sind sehr praktsich und schick designed (sogar in Tarnfarben, laut Verkäuferin, z.B. bei der Jagd verwendet) - Infos hier: http://www.siccaro.com/#!wetdog-de/c1seu

Sehr schön waren auch die vielen handgefertigten Artikel, wie z.B. praktische Leckerliebeutel, Dummys und lustige sternförmige Hundebettchen, auf deren "Zacken" die Hunde ihre Köpfe ablegen oder dazwischen hängenlassen können, z.B. im witzigen Erdbeer-Design.

Beispiel für so ein sternförmiges Hundebett! Quelle: http://de.dawanda.com/product/74819399-hunde-sternkissen-bett

Zudem gab es von einem Futternabieter eine schöne Aktion, bei der "Überraschungstüten" mit Futterproben, Spielzeug etc. verkauft wurden und der Erlös zu 100% für einen guten Zweck gespendet wurde! Toll! Wir kauften eine dieser Tüten und fanden darin u.a. einen Tennisball! Das ist zwar als eine nette Idee für den Hund zum Spielen gedacht, aber ich persönlich würde davon dringlichst abraten! In der Regel sind Tennisbälle von Glasfaser umgeben (der gelbe Flaum) und diese feilt, v.a. bei regelmäßigem Hundespiel, die Zähne ab! Man sieht dann deutlich wie vorwiegend die Spitzen der Eckzähne regelrecht runtergefeilt werden/ sind!!! Dadurch verliert der Zahn seine urprüngliche Form, was die Funktion beeinträchtigen kann und wird natürlich deutlich angreifbarer durch Bakterien etc.

Eingefügtes Bild
Beispiel abgefeilter Eckzähne beim Hund, Quelle: http://www.polar-chat.de/hunde/topic/76939-tierarztrechnung-bin-langsam-genervt/page-6
Natürlich ist es immer wieder spannend zu sehen, was sich so auf dem Hundemarkt tut und wichtig, möglichst auf dem aktuellsten Stand zu bleiben, was es so an neuen Innovationen in der Hundewelt gibt. Auf einer Messe hat man immer die Möglichkeit sich vor Ort zu Themen wie Ernährung, Gesundheit, Zubehör, Hundebeschäftigungs- oder Hundeeinsatz, z.B. für Menschen mit Handicaps, therapeutisch etc. von Fachleuten beraten zu lassen und ggf. Dinge auszuprobieren! Besonders gut hat mir gefallen, dass man sich während der Messe spannende Vorträge oder Vorführungen, z.B. der Ultraschallzahnbürste an Besucherhunden anhören bzw. ansehen konnte!

So viel zu meinen Messeerfahrungen und ich hoffe, Ihr hattet ein bisschen Spaß am Lesen!

Bis bald,

Eure Sabrina


Montag, 9. Mai 2016

Ken Ramirez live - ein Traum wird wahr!

Hallo Ihr Lieben,

letzte Woche wurde ein lang ersehnter Traum von mir endlich wahr - ich habe ein viertägiges Hundetrainer-Seminar mit Ken Ramirez u.a. besucht und erleben können, was es heißt fortgeschrittenes Tier- bzw. Hundetraining durchzuführen!

Es war ein tolles Erlebnis und es ist unglaublich, wozu Hunde in der Lage sind! Sie können zum Beispiel lernen die Anzahl von Objekten abzuschätzen/ zu zählen, die Größe oder die Lage (rechts/ links) von Dingen zu unterscheiden, andere Hunde in ihrem Verhalten zu kopieren usw. Wir haben unglaubliche Videos davon gesehen!

Grundlegend wurde das Lernen, Training und Verhalten von Tieren auf der wissenschaftlichen Ebene von Dr. Susan Friedman erklärt und dargestellt. Insgesamt wurden viele Videos von verschiedenen Tierarten (verschiedene Papageienarten, Delphine/ Wale... und natürlich viele Hunde) präsentiert, erklärt und analysiert. Ken Ramirez hat eher denTrainingsteil sowie viele praktische Anleitungen und Erklärungen von einzelnen Tieren oder in Gruppen und verschiedene seiner Projekte, z.B. mit aggressiven Hunden vorgestellt! :)

Helen Philipps aus England erklärte eher konkrete Dinge zum Thema Jagdhunde und deren Training (Dummyarbeit etc.)! Dazu hatten wir dann gestern einen 4-stündigen Praxisteil mit den teilnehmenden Hunden, bei lustigem Aprilwettermix aus Sonne und Regen in den Bergen.

Abends gab es immer einen praktischen Teil bei dem das Gelernte direkt mit den teilnehmenden Hunden oder Menschen ausprobiert werden konnte. Dabei wurden sowohl Clickerübungen für Hunde als auch für die Menschen selbst durchgeführt!

Stattgefunden hat das Ganze im schön gelegenen Seminarhotel in Puchberg am Schneeberg und wir wurden rundum gut versorgt (wenn nicht sogar fast gemästet mit dem tollen Buffet und den vielen Snacks zwischen den Vorlesungen ;) )! (Danke an Nicole Pfaller-Sadovsky und Gernot Sadovsky für die tolle Organisation des Events!)

Für alle, die gerne noch mehr zum Thema fortgeschrittenes Tier-/ Hundetraining (v.a. in Kombination mit dem Clicker) erfahren und lernen möchten, kann ich ein Seminar bei Ken Ramirez und/ oder Susan Friedman sehr empfehlen! Die Vortragsweise ist sehr ruhig und angenehm und es ist einfach toll das nächste Level der Trainingsmöglichkeiten zu erklimmen! Da die Beiden aus den USA stammen, war das ganze Seminar auf englisch (ohne Übersetzung)!

Sollten Ken Ramirez und/ oder Susan Friedman wieder in der Nähe ein Seminar geben, versuche ich auf jeden Fall wieder dabei zu sein! :)

(von links: Helen Phillips, A. Huber, Dr. Susan Friedman, K. Bayer, Ken Ramirez, ich
Foto: Gernot Sadovsky)

Liebe Grüße,
Eure Sabrina



Sonntag, 1. Mai 2016

Ausflug in die Perchtoldsdorfer Heide mit "Schnee"

Hallo Ihr Lieben,

heute haben wir mit "Schnee", trotz wolkenreichem Wetter, einen Ausflug in die Perchtoldsdorfer Heide (westlich von Wien) gemacht! :)
Das ist ein wunderschönes Ausflugsziel für Mensch und Hund! :) Es gibt alles - von unendlichen Heidelandshaftsweiten, über zu leichtem Berg hochkrakzeln durch den Wald, bis hin zu Bärlauchfeldern so weit das Auge reicht und allen möglichen Tier- (Vögel, Insekten usw.) und Pflanzenarten (v.a. viele kleine blühende Wunderwerke), die es zu entdecken und beobachten gibt!

Schnee hatte seinen Spaß am Wandern, bergige Wege - für Berliner Flachländerverhältnisse ;) - hoch- und runterzuflitzen, mit Naturspielzeugen in Form von Stöckern (ausnahmsweise während der Pause, da sonst sehr selten wegen Verletzungsgefahr) und Kienäpfeln (österr.: Bockerl ;) ), Wälzen im hohen Gras und am Ende sogar noch als Krönung ein tolles Spiel und Herumtollen mit einer Goldie-Dame!

Jetzt ist er fix und alle und wird wohl den Rest des Tages seelig schlafen und von der Heide träumen! :)

Als Ausflugsziel ist die Perchtoldsdorfer Heide mit Hund sehr zu empfehlen, da man viiiel Platz hat (ggf. zum Ausweichen für Hunde, die gerne ihre Ruhe haben) und von Heidelandschaft, Wald und kleinen Bergpfaden alles geniessen und nutzen kann! :) Wer mag, findet in der Heide auch eine nette Hundezone, wo man die Hunde spielen lassen kann und auch eine Tränke für den Vierbeiner dabei hat!

Zum Schluß noch ein paar kleine Bilder... und viel Spaß bei einem Besuch in der Heide! Viele Sitzbänke laden auch zum Picknick ein! (dank vieler Mülleimer ist es sehr sauber und ein kleines "Hundegschäft" kann schnell beseitigt werden)

 



nach 3h Ausflug inkl. fröhlichem Hundespiel ist der Herr alle :)

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag wünscht Euch,

Eure Sabrina

Donnerstag, 7. April 2016

Clever Dog Lab in der Wiener Heute-Zeitung

Hallo Ihr Lieben,

gestern war unser Clever Dog Lab mit einem kurzen Bericht zu der eye-tracker Studie, für die ich die Hunde trainiere, in der Wiener Heute-Zeitung, dem kleinen täglichen News-Blatt! :)
Der Hund Linus auf dem Foto ist einer von ca. 40 Hunden, die ich für verschiedene Projekte am eye-tracker trainiert habe!


Leider läßt sich das Foto nicht drehen - ich hoffe, Ihr könnt es trotzdem erkennen! :)

Mehr Fotos zum eye-tracker und anderen Clever Dog Lab Studien von meinen Kollegen findet Ihr unter: http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/cme83287,1261941,B in einer kleinen Clever Dog Lab Diashow!

Viele Spaß beim Lesen und schauen!

Liebe Grüße,

Eure Sabrina