Dienstag, 28. September 2021

Trainieren statt Schreien (oder Schlimmeres)

Hallo ihr Lieben,

aus gegebenen Anlass möchte ich heute über ein weiteres Thema schreiben, das mir wichtig ist! Häufig muss ich leider miterleben, dass viele Hundehalter bei (vor allem für sie) unangenehmen Hundebegegnungen in denen ihr/e Hund/e für sie unerwünschtes Hundeverhalten zeigen, diese dann sehr ungerecht, unschön und z.T. nicht tierschutzkonform behandeln! Heute Morgen zum Beispiel kamen mir und Schnee zwei Halter/innen frontal entgegen und ich wollte schon hundegerecht ausweichen (weil sich Schnee mit Enge und fremden Hunden auch schwerer tut), als die beiden Halter samt Hunden in eine Autonische schlüpften und sagten, wir können vorbeigehen. Bewaffnet mit leckeren Leckerlies im Beutel und dem begleitenden Zauberwort "Weiter" lotste ich Schnee also an den unruhigen und z.T. bellenden, springenden Hunden vorbei. Schnee hat sich mit ruhigem Zureden und schnellem Vorbeimarschieren von der Pöbelei nicht anstecken lassen und hat dementsprechend gleich in sicherer Entfernung ein wohlverdientes Stück getrocknetes Hühnerfilet bekommen. Zehn Meter weiter, immernoch hinter dem Auto in der Nische, hörte ich die Halterin des bellenden Hundes hysterisch und lautstark den Hund anschreien (und ich hoffe für den Hund nicht noch Schlimmeres fabrizieren). Bei einer anderen kürzlichen Hundebegegnung mit einem sehr freudig erregten kleinen Hundemädchen an einem sehr engen Feldweg, musste ich miterleben, wie der Halter das aufgeregte Hundemädchen während ich mit Schnee ruhig vorbeiging, auf den Rücken gedreht und grob heruntergedrückt hat (anstatt zum Beispiel einfach zur Seite zu gehen und allen mehr Raum/ Platz zu geben)! Ich habe ihm dann mitgeteilt, dass er tierschutzwidrig handelt und durfte mir dann erboste Antworten anhören, nach dem Motto, das ginge mich nichts an, ich würde das nicht verstehen und das müsse so sein...

Das Schlimme für mich an all diesen Situationen ist der unfaire, ungerechtfertigte und z.T. sehr grobe Umgang mit den Hunden! Es ist sehr wichtig zu verstehen und den Haltern sollte klar sein (oder klar gemacht werden), DASS HUNDE NUR ZEIGEN BZW. ABRUFEN KÖNNEN, WAS SIE VORHER GELERNT UND (MEHRFACH) TRAINIERT HABEN!!! Es bringt nichts den Hund für sein Bellen, in die Leine springen, Knurren etc. zu bestrafen, während der Stressor (Hundefeind, Jogger, Fahrrad etc.) vorbeigeht, da das nur das Symptom also das reagierende Verhalten ist. Die Motivation dahinter und die Ursache sind aber das Entscheidende! 1. muss also geklärt werden, warum der Hund dieses Verhalten zeigt und was er damit erreichen möchte. Möchte er z.B. eine Distanzvergrößerung, weil er unsicher ist, schlechte Erfahrungen an der Leine gemacht hat oder gelernt hat, dass andere Hunde Stress bedeuten etc. oder möchte er eine Distanzverringerung, weil er vielleicht spielen, schnüffeln oder aber auch schädigen/ beißen etc. möchte! 2. Anhand dieser Indizien muss dann ein Trainingsprogramm und gewünschtes Alternativverhalten erstellt, trainiert und umgesetzt werden. Die Hunde können nicht hellsehen, welches Verhalten wir gerne von ihnen in dieser Situation (z.B. enge Hundebegegnung) hätten, sondern werden immer wieder ihr natürliches, hündisches oder erlerntes, am meisten Erfolg bringendes Verhalten zeigen, das sich in der Regel immer wieder für sie lohnt, weil beispielsweise sich der Stressor nach dem Ausflippen entfernt, Bellen selbstbelohnend ist, der Halter vermeintlich "mitbellt" (wenn auch eher den Hund anschreit) usw. Lerntheoretisch funktioniert Strafe, aber sie hat viele Risiken und Nebenwirkungen/-effekte, da sie punktgenau und hart genug sein muss, um ein unerwünschtes Verhalten bestenfalls auszulöschen (damit fällt sie außerdem schon schnell in den tierschutzrelevanten Bereich!). Meist bewirkt die Strafe aber nur einen kurzen Effekt und der Mensch ist vermeintlich zufrieden und denkt, es hat funktioniert (für diesen Moment), aber in der nächsten, gleichen Situation wird der Hund wieder so reagieren wie immer und der Mensch auch, nur ggf. noch lauter, härter - ein Teufelskreis. Zudem besteht die Gefahr, dass die Strafe (der Schmerz/ unangenehme Reiz, die ausgelöste Angst etc.) mit dem Halter, der Umgebung, dem Geruch, einer anwesenden Person, etc. in dieser Situation negativ verknüpft wird oder der Hund nach einiger Zeit ganz aufgibt und in die erlernte Hilfslosigkeit fällt, weil er das Gefühl hat, dass er nichts richtig machen kann und Angst vor der drohenden Strafe hat (ein Hund, der für Unwissende ruhig wirkt aber innerlich enorm leidet). Weiterhin gravierend, es entsteht für den Hund ein großer Vertrauensverlust, da ja genau der Halter/ die Bezugsperson des Hundes für ihn in stressigen Situationen da sein sollte und ihn unterstützen und da rausholen sollte!!! 

Hinter jedem Verhalten steht eine Emotion oder ein Gefühl und dahinter steht ein Bedürfnis! Wenn wir dieses Bedürfnis bzw. diese Motivation herausfinden und befriedigen, anstatt uns nur auf das gezeigte Verhalten zu versteifen, dann fangen wir an, an der Ursache zu arbeiten und können das zukünftige Verhalten nachhaltig beeinflussen/ verändern und in ein gewünschtes, für alle besseres und stressfreieres Verhalten umtrainieren! 

Wir alle möchten doch, dass es unseren Hunden gut geht, dass sie sich wohlfühlen und sich jederzeit auf uns verlassen können (und gerne mit uns zusammen sein möchten)! Daher ist es wichtig, dass wir sie lesen, verstehen, ihnen zuhören und ihnen die schwierigen Situationen, z.B. frontale Hundebegegnungen, und das Zusammenleben in unserer menschlichen Gesellschaft vereinfachen und schaffbar machen! Also wenn Ihr in enge Situationen, z.B. mit anderen Hunden kommt, dann helft allen Anwesenden und gebt mehr Platz oder wechselt die Seite, sodass die Hunde nicht dicht an dicht vorbeigehen müssen (würden sie in Freiheit auch niemals tun), geht einen Bogen oder wechselt zur Not die Straßenseite oder habt ein Leckerlie parat, um den aufgeregten Hund abzulenken, die Situation positiv zu verknüpfen oder auch mithilfe von Management den Hund mit Leckerlie-Magnet an der Nase aus bzw. durch die Situation zu führen! Ihr könnt Euch auch an den Rand begeben, den Hund füttern oder kleine Leckelies auf dem Boden erschnüffeln oder suchen lassen, um ihm die Situation zu erleichtern und den anderen Hund vorbeigehen lassen (der übrigens auch sieht, dass Euer Hund schnüffelt und scheinbar keine Gefahr bedeutet - in Hundesprache) u.v.m.! Lasst Eure Hunde nicht allein in diesen für sie schweren Situationen, die in einer Hundewelt ohne uns so gar nicht zustande kommen würden! Eure Hunde wissen sich in diesen Situationen nicht anders zu helfen und zu verhalten, also helft ihnen und denkt dran: Behandelt Eure Hunde so, dass Ihr im nächsten Leben getrost (ohne Probleme/ Sorge) Rollen tauschen könntet! :)       


Falls Ihr Probleme in solchen Situationen habt, dann sucht Euch gerne professionelle Hilfe, z.B. von einer/m tierschutzqualifizierte/n Hundetrainer/in in Eurer Nähe (Liste aller TSQ Trainer/innen), findet zusammen die Verhaltensursache und übt Euer gewünschtes Zielverhalten Eures Hundes für diese Situationen!  

Alles Gute und liebe Grüße,

Eure Sabrina 

  

Freitag, 6. August 2021

Erfahrungsbericht Schnee Zahn-OP & Tellington TTouches

Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch gerne von meiner Erfahrung mit Schnee bei seiner Zahn-OP und der tollen Unterstützung und Wirkung von verschiedenen Tellington TTouches berichten!

Wie Ihr vielleicht wisst oder in einem anderen Post gelesen habt, bin ich ausgebildete Tellington TTouch Practitionerin für Hunde und Kleintiere (mehr Infos unter: https://tellington.at/) und nutze diese Methode sowohl für meine Klienten und deren Tiere als auch im Alltag mit Schnee. Die Tellington TTouch Methode wurde vor über 40 Jahren von Linda Tellington-Jones begründet, damals noch vorwiegend an Pferden, um deren sportliche Leistung und ihre schnelle Erholung in Wettkämpfen zu verbessern. Mittlerweile wird die Methode auch erfolgreich an Menschen, Hunden, Katzen, Zoo- und Farmtieren, exotischen Tieren usw. eingesetzt und hilft z.B. das Wohlbefinden, die Konzentration, das innere und äußere Gleichgewicht, die Gesundheit und Heilung, Bindung uvm. zu verbessern! Es funktioniert für jedes Individuum jeden Alters und ich habe es bereits in der Hundeschule, im Clever Dog Lab, in meinem Alltag, bei meinen Pflegepferden und mit meinen Klienten und ihren Hunden angewendet und vielfach, z.T. sogar Wunder, wirken sehen. Die Methode selbst besteht aus den sog. TTouches (sanfte Berührungen am Körper), verschiedenen Leinenführtechniken und Bodenelementen/ -hindernissen (Bodenarbeit).    

Hier nun das Beispiel von Schnee's gestriger Zahn-OP:

Zur Info, Schnee hat sich leider seinen rechten, oberen Reißzahn (bei Hunden = größter Backenzahn) abgebrochen und dieser musste gezogen werden. 

Ein sehr wichtiger Tellington TTouch, der bei Mensch und Hund wirkt, ist der Ohr TTouch. Dieser wirkt in beide Richtungen, d.h. wenn er langsam ausgeführt wird, wirkt er beruhigend und wenn er schnell ausgeführt wird, wirkt er aktivierend/ belebend. Somit habe ich bereits vor der Narkose begonnen, langsame Ohr TTouches an Schnee's Ohren zu machen, um ihn zu beruhigen und seinen  Kreislauf schon für die Narkose manuell "herunterzufahren". Zudem habe ich noch langsame Heart Hugs an seiner Brust gemacht. Dies hilft ihm dann, bei der Narkose schneller einzuschlafen bzw. vorher schon ruhiger in die OP-Situation hineinzugehen (10.00-10.15  ruhige Ohr TTouches, dann Blutabnahme und - auswertung, 10.45 Uhr Narkosespritze und Einschlafen, ca. 11 Uhr OP).   

Der wichtigere Teil ist allerdings nach der OP: Ich habe das Tierarztteam und die Tierärztin Frau Mag. Grund gebeten, dass ich bitte unmittelbar nach der OP bei der Aufwachphase von Schnee dabei sein möchte und sie haben mich rechtzeitig angerufen (normalerweise bekommt man sein Tier erst nach der Aufwachphase wenn es selbstständig laufen kann wieder). Somit bin ich gleich nach der OP zu Schnee in einen abgedunkelten Aufwachraum gegangen, er lag noch dämmrig, kopf-taumelnd in eine Decke gewickelt auf dem Boden, und habe sofort für ca. 15min schnelle und kräftige Ohr TTouches an seinen Ohren praktiziert (ca. 12.15-12.30 Uhr). Die Ohr TTouches wirken ähnlich wie eine Fußzonenreflex-Massage beim Menschen und beeinflussen Atmung, Kreislauf und Verdauung. In diesem speziellen Fall kann ich somit aktiv und manuell den Kreislauf "ankurbeln", wodurch Schnee schneller aufwacht und das Narkosemittel besser abgetragen/ - gebaut wird. Die ersten 10 min hat sein Kopf schwach auf meinem Bein gelegen und er hatte die Augen geschlossen und ich habe seine Ohren gettoucht aber dann hat er plötzlich aktiv seinen Kopf gehoben, die Augen geöffnet und hat sich umgesehen. Ich habe weitergettoucht und kurz darauf konnten wir schon aufstehen. Mit den Tellington Ohr TTouches kann man den Tieren (und ggf. Menschen) mehrere Stunden langsamen Aufwachens und verwirrender Doppelbilder etc. ersparen! Die Praxismitarbeiterinnen waren ebenfalls überrascht als sie dann in den Raum schauten und erstaunt feststellten, dass Schnee schon sehr schnell aufgewacht und verhältnismäßig fit war. Eigentlich wollten sie uns nur kurz den Raum wechseln lassen, um den OP-Raum zu nutzen, aber Schnee war bereits so stabil (nach max. 15min Aufwach- und TTouchzeit!), dass er selbstständig ins Wartezimmer und anschließend zu unserem Auto laufen konnte. :) 

Im Auto hat er erst gesessen und ich habe seine Ohren weitergettoucht und dann hat er sich wieder auf mein Bein gelegt und ich habe die Ohren ruhiger gettoucht, damit er sich weiter erholen konnte.


   Zuhause angekommen, konnte er selbst in die Wohnung laufen...

...und hat sich dann auf seine Kühlmatte gelegt. Wie Ihr auf dem Foto sehen könnt, war er natürlich nach solch einer großen OP noch sehr matt und seine Zunge war offensichtlich örtlich betäubt (er hat sie allein gar nicht in den Mund zurückbekommen, ich hab sie ihm dann wieder nach vorne gelegt). Dort hat er dann nochmal für ca. 1.5h geschlafen und sich weiter erholt (ca. 13.00-14.30 Uhr). 



Für mich war das ebenfalls ein aufregender Tag, v.a. da ja eine Vollnarkose trotz moderner Mittel und Überwachung etc. immer ein Restrisiko birgt und man natürlich auch mit seinem Hund mitleidet..somit habe ich mich auch ein Stündchen aufs Bett gelegt und eine Mütze Schlaf nachgeholt...

Nach seinem 1.5h-Nickerchen ist Schnee dann aufgewacht, aufgestanden und ist sogar schon alleine zu mir aufs Bett gesprungen! Dort gabs dann erstmal eine Runde Kontaktliegen/ Kuscheln! :) - Die Ohr TTouches sind wirklich super, mit einem normalen langsamen Aufwachen, wäre Schnee sicher nicht so schnell wieder wach und koordinativ dazu in der Lage gewesen! :)   

Auf dem Bett hat er sich dann nochmal fast eine Stunde ausgeruht bevor er aufgestanden ist. Ich habe ihm dann seine tägl. Dosis Schmerzmittel und endlich ein paar wohlverdiente Extrawurst-Stücken gegeben (ca. 15.30 Uhr). Zudem habe ich ihm im Stehen noch ein paar Zickzack/ Zebra- und Oktopus-TTouches gegeben/ gemacht, um ihn zu aktivieren. Daraufhin ist er auf die Terrasse gegangen, um draußen Regenwasser zu trinken. Anschließend habe ich ihm sein morgens ausgesetztes Futter gegeben und er hat vorsichtig "wie eine Maus" gefressen (16.15 Uhr). Danach sind wir in den Garten gegangen und er hat 3x seine Blase geleert. Daraufhin ging er in sein Hundebettchen zum Verdauen und weiteren Erholen. 

Fazit: Die Tellington TTouches sind wirklich eine tolle Möglichkeit, seinem Hund aktiv vor und nach einer Narkose/ OP zu helfen/ unterstützen und sie vertiefen dabei gleichzeitig die Bindung und das Vertrauen zwischen Hund und Halter! Ohne die Ohr TTouches wäre Schnee sicher nicht so schnell aufgewacht und schon wieder fit genug gewesen, um in den Warteraum und zum Auto zu laufen und sich dann in Ruhe zuhause, in gewohnter Umgebung und ohne verwirrende Doppelbilder oder einen ungewohnt schlaffen Körper zu erholen!!! :) 

Ich denke, das Wichtigste für unsere Tiere ist, dass sie uns, ihre Halter, direkt nach dem Aufwachen als Erstes sehen und dass wir ihnen dann sofort mit minutenlangen, aktivierenden Ohr TTouches helfen können schneller aufzuwachen und in ihr gewohntes Zuhause zu kommen und sie sich dort von der OP erholen und heilen können!!!

Falls Ihr Interesse habt, mehr über die Methode zu erfahren oder sie selbst mit Eurem Hund auszuprobieren, dann meldet Euch sehr gerne bei mir (Kontakt Sabrina)! Die Tellington TTouch Methode beinhaltet viele verschiedene "Werkzeuge" für die unterschiedlichsten Bereiche von Wohlbefinden und Vertrauen steigern, Bindungsförderung, Heilungsverbesserung/ - unterstützung, Angstbewältigung, Beruhigung, bis zu Leistungs-/ Konzentrationssteigerung, Verhaltensänderungen etc.  

!!!

Zum Abschluss noch eine Sache, die mir persönlich sehr am Herzen liegt: inkl. der eigentlichen OP hatte ich drei Termine in meiner Tierarztpraxis (Diagnose, OP, Nachkontrolle) und war sehr bestürzt und geschockt, wie wenig die Halter, die ich dort im Wartezimmer gesehen habe, auf ihre Hunde und deren Gefühle eingegangen sind. Ich konnte sehen, dass fast alle Hunde sehr gestresst waren (Gähnen, verkriechen, geduckte Haltung, z.T. verstecken, aufgerissene Augen, zurückgelegte Ohren, Hecheln - nicht wegen Hitze, etc.) aber ihre Halter sie überhaupt nicht unterstützt, beruhigt oder sie z.T. sogar gar nicht beachtet haben. Ich habe leider nicht einen Halter gesehen, der Leckerlies für seinen Hund mithatte oder seinen Hund gar gefüttert hätte. Ich fand das sehr traurig mitanzusehen, v.a. wie die Hunde z.T. immer wieder Hilfe/ Aufmerksamkeit bei ihren Haltern gesucht haben, aber diese nur sehr selten erhalten haben oder sogar gänzlich ignoriert wurden. Ein sehr wichtiger Bestandteil der Mensch-Hund-Beziehung ist Vertrauen bzw. Unterstützung in schwierigen Situationen. Unsere Hunde sind wie kleine Kinder und können v.a. beim Tierarzt nicht verstehen, was passiert bzw. was bevorsteht. Dementsprechend haben sie Angst und können alleine nichts dagegen tun. Daher ist der Halter, ihre primäre Bezugsperson sehr wichtig und in der Verantwortung seinen Hund "aufzufangen" und zu unterstützen und ihm mitzuteilen, dass alles ok ist bzw. gut wird. Wenn wir Angst haben können wir auch nicht klar denken und fühlen uns schlecht, daher kann z.B. besonders gutes Futter dem Hund als Ablenkung, Beruhigung etc. helfen, da wir keinesfalls die Angst der Hundes verschlimmern, bestärken oder gar verstärken - Angst ist eine Emotion und ist entweder da oder nicht - sondern ihm etwas Tolles anbieten (Leberwurst, Extrawurst, Hühnerherzen etc.), um seine Angst zu überwinden und die Situation mit einer tollen Emotion durch Essen zu verbessern (wir verändern eben die schlechte Emotion dahinter!) und positiv zu verknüpfen. Wir wissen alle wie toll gutes Essen ist und wie befriedigend und gut tuend das sein kann! Zudem lernt der Hund ganz nebenbei, dass zum Tierarzt gehen super ist, weil man da ganz tolle Sachen kriegt, die es sonst sehr selten gibt (sog. Jackpot-Leckerlies) und Kauen und Schlecken beruhigt zusätzlich (der Mundbereich ist direkt mit dem limbischen System zur Emotionsverarbeitung verbunden). Hunde können zudem die Angst und den Stress der anderen Tiere im Warteraum/ in der Praxis riechen und dazu kommen noch die ganzen vermutlich unangenehmen Tierarzt-/ Medikamenten- etc. gerüche (Hunde können je nach Rasse 25-44x besser riechen als Menschen!), die sie zusätzlich stressen können! Es gibt Hunde, die entweder sehr mäkelig sind, was Futter angeht oder die zu gestresst sind, um selbst die Super-Leckerlies zu essen (bei Angst/ panik ist das System nicht mehr für Essen aufnahmebereit - Fluchtverhalten aktiv), aber auch diese Hunde freuen sich über einen Streicheln, Anlehnen, nettes Wort oder eine andere von ihnen gemochte Unterstützung zur Beruhigung! Hunde vertrauen uns Menschen bzw. verlassen sich auf uns (schließlich halten wir sie in unserer menschlichen, für sie z.T. schwer zu verstehenden Gesellschaft, Umgebung) und es ist unsere Pflicht, ihnen als ihre Schutzbeauftragten und Bezugspersonen in schwierigen Situationen zu helfen und sie sicher dort "durchzuführen" und z.B. schwierige Situationen durch schöne Ablenkung positiv zu verknüpfen! Sowohl dem Tier als auch dem Tierarzt ist sehr geholfen, wenn sich der Hund auf zukünftige Tierarztbesuche freut - immer wiederkehrender Stress kann sehr krank machen! Auch für den Halter ist es angenehmer, wenn der Hund gut mit Tierarztbesuchen klar kommt oder der Halter weiß, wie er seinem Schützling aktiv helfen kann (gibt beiden mehr Sicherheit)! :) Seid für Eure Hunde (und andere Tiere) da! Am besten: Verhaltet Euch Eurem Tier gegenüber so, dass Ihr in Eurem nächsten Leben wiederkommen könntet und getrost Rollen tauschen könntet/ würdet!  

Vielen Dank auch an die Tierklinik Groß Enzersdorf und Frau Mag. Grund und ihrem Praxisteam für die liebevolle, kompetente und ruhige Betreuung und sehr professionelle Behandlung!             

Montag, 15. Februar 2021

Interessanter Artikel über Hunde "zuhause anrufen"

 Hallo Ihr Lieben,

hier ein aktueller Artikel über Hunde und Technologie darüber, ob man Hunde "anrufen kann", um ihnen z.B., das Warten zuhause zu erleichtern oder wenn Halter in COVID-29-Zeiten zeitweise von ihren Haltern getrennt werden. Spannende Gedanken von verschiedenen Spezialisten dazu und auch ich durfte ein paar Worte dazu sagen! :)

Viel Spaß beim Lesen - da der Artikel aus Südkorea stammt, ist er auf Englisch:

Artikel: How to Have a Meaningful Video Chat … With Your Dog 

Liebe Grüße und alles Gute,

Eure Sabrina



Mittwoch, 23. Dezember 2020

Frohe Weihnachten im speziellen 2020 und guten Rutsch ins neue 2021!

 Hallo Ihr Lieben,

das Jahr 2020 ist/ war schon wirklich ein spezielles Jahr! Da lief es grade mal ganz gemütlich an und schon wurden wir fast gänzlich vom ersten harten Lockdown gestoppt..das hat viele aus der Bahn geworfen. Als Wissenschaftlerin habe ich zum Teil das Glück, dass ich meine Zeit auch zuhause vor dem Rechner mit Literaturrecherche, Artikel/ paper schreiben, Statistik lernen, Datenauswertung etc. verbringen kann. Andererseits basieren meine Studienergebnisse natürlich auf praktisch durchgeführten Tests, die in COVID-19-Zeiten mit einem geschlossenen Clever Dog Lab oder AKH (wo der MRT-Scanner für meine Hunde steht) nicht möglich sind. Darum war ich sehr froh, dass wir mit unserem "Schnee" zwischendurch ein paar schöne Runden über die Felder, durch die Lobau etc. drehen konnten, damit man die emsige Arbeit auch mal unterbricht und einem die Decke nicht auf den Kopf fällt...

Hat der erste Lockdown mir doch noch anfangs glücklicherweise mehr Zeit zuhause für die Theorie verschafft, befinden wir uns mittlerweile am Ende des Jahres kurz vor dem 3. Lockdown! Verrückt! Das Jahr war dementsprechend relativ "unsozial" mit wenig menschlichen Kontakten in Freundes- und Arbeitskreis! Fast alle geplanten Konferenzen (z.B. meine USA-Premiere auf der CO3-Kognitions-Konferenz, Canine Science Forum in Lissabon), Workshops (in Dänemark), Seminare etc. sind ausgefallen oder wurden fast vollständig auf online umgestellt - das ist eine gute Alternative aber der persönliche Austausch fehlt natürlich. 

Es war dennoch auch ein spannendes und lehrreiches Jahr, z.B. mit der Teilnahme an einer online Summerschool mit Dozenten und Studenten aus aller Welt (Israel, USA, UK, Deutschland, Australien etc.), und hat mir einige Publikationen verschafft aber es war auch herausfordernd und ich sehne mich ein wenig "alter" Normalität entgegen, wenn z.B. ein zuverlässiger Impfstoff vorhanden ist, um v.a. die Risikogruppen zu schützen und weiterhin wichtige, dringende Schutzmaßnahmen für alle eingehalten werden, um das Virus in den Griff zu bekommen (oder zu besiegen)!

Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes, besinnliches Weihnachtsfest mit leckeren Keksen, gemütlichen Stunden, leckeren warmen Getränken, Erholung, guter Musik etc. zum Glücklichsein mit hoffentlich ein paar wenigen Eurer Liebsten um Euch herum und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2021! :) Bleibt gesund! 

Hier ein paar feierliche "Schnee"-Impressionen zum Fest (von der großartigen Margalide eingefangen): 





Und für ein bisschen Schmunzeln noch ein besonderes Geschenk:

Inspiriert von den Videos, die Ihr sicher aus dem Internet oder von Whattsapp etc. kennt, bei denen Mensch und Hund in einem Pulli stecken und die Hunde z.B. am Tisch sitzen und mit Messer und Gabel essen etc., haben Schnee (und ich) versucht, auch so ein Video zu kreieren! Wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß dabei und ich hoffe Ihr auch beim Schauen:



Lasst es Euch gut gehen, genießt das Leben und denkt dran, immer positiv denken! Nach Regen kommt immer Sonnenschein! :)

Liebe Grüße,
Eure Sabrina


Donnerstag, 9. Juli 2020

Wissenschaftliche Artikel über mein Hundetraining im Clever Dog Lab und weitere Verhaltenstests (MRT, eye-tracking etc.)

Hallo ihr Lieben,

wie Ihr wisst, arbeite ich ja nun schon seit über 5 Jahren am Clever Dog Lab (CDL) in Wien und bin momentan dabei meine Doktorarbeit (PhD) zum Thema Mensch-Hund-Bindung (Sabrina Karl, vetmeduni) zu schreiben.

Letztes Jahr war es dann soweit und wir haben zwei wissenschaftliche Artikel über zum Einen mein Hundetraining für/ mit dem eye-tracker (spezielle Kamera, um Augenbewegungen zu analysieren) und dem MRT-Scanner (Messung der Gehirnaktivität von wachen und nicht fixierten Hunden) und zum Anderen über das Training zum Verwenden einer sprühenden Maske mithilfe derer man den Hunden, z.B. Hormone o.Ä., wie Oxytocin (sog. Vertrauenshormon), verabreichen kann, um dann z.B. die Effekte auf das Sozialverhalten untersuchen zu können, veröffentlicht! :)
Das Erstere ist ein reines Methodenpaper und erklärt genauesten die Trainingsschritte der Hunde bis sie testfertig für den eye-tracker und den MRT-Scanner sind. Bei der Oxytocin-Studie haben wir verglichen, ob ein sonst übliches Nasenspray oder die auftrainierte Inhalations-Maske mehr oder weniger Stress bei den Hunden während der Oxytocin-Verabreichung verursachen. Wir konnten wissenschaftlich zeigen, dass die schrittweise, positiv auftrainierte Maske deutlich weniger Stress bei der Verabreichung des Oxytocins verursachte und Oxytocin ebenso gut verabreicht und von den Hunden aufgenommen (eingeatmet) werden konnte, wie das sonst verwendete Nasenspray, welches deutlich stressiger für die Hunde ist, da sie u.a. dabei festgehalten werden müssen und das Spray direkt in die Nasenlöcher gesprüht werden muss. Jeder (der schon mal Schnupfen o.Ä. hatte) weiß, wie unangenehm so ein (undosierbarer) Sprühstoß in die Nase sein kann und den Hunden kann man zudem die Prozedur eher schwer vorher erklären.

Da die Wissenschaftssprache Englisch ist, sind auch beide Artikel auf Englisch veröffentlicht, aber es gibt darin (oder im Artikel-Anhang) auch Fotos, um sich die Trainings- und Testsituationen besser vorstellen zu können. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an alle meine lieben Zwei- und Vierbeiner, die mich seit Jahren so treu und zuverlässig unterstützen und teil der Wissenschaft sind! Vielen Dank, ohne Euch wäre das alles nicht möglich!!! :)

Hier die wiss. Artikel:

- eye-tracker und MRT-Scanner Hundetraining

Oxytocin-Maske und Nasenspray Vergleich, inkl. Hundetraining (leider ist der Artikel nicht für jeden frei verfügbar, aber Ihr könnt die Fotos ansehen und die Zusammenfassung lesen :) )

Hier schon mal direkt ein paar Fotos vom Hundetraining/ -testen:

Natürlich machen alle Hunde immer freiwillig mit (und lassen ihre Halter bei der Ankunft förmlich ins Clever Dog Lab "fliegen" ;) ) und werden großzügig mit Trockenfutter und Würstchen für ihre Leistungen "bezahlt"! :)

Miley im eye-tracker Apparat (ohne Box herum) im CDL, Foto: Sabrina Karl

Zuri im "Hundekino" (eye-tracker Apparat mit Box herum) im CDL, Foto: Sabrina Karl

Schnee auf dem Tisch der MRT-Scanner Attrappe im CDL, Foto: Sabrina Karl

Maeva auf dem Tisch des echten MRT-Scanners, Foto: Yuliya Garbozanova

Maeva mit Kopf in der Messspule im echten MRT-Scanner, Foto: Yuliya Garbozanova

Schnee beim Trainieren mit noch nicht sprühender Maske; Foto: Franka S. Schaebs

Schnee beim Trainieren mit sprühender Maske; Foto: Franka S. Schaebs

Schnee beim Trainieren mit sprühender Maske, von vorne; Foto: Franka S. Schaebs

Tysie beim ersten Kennenlernen und Füttern aus der leeren Maske; Foto: Franka S. Schaebs

Tysie beim Füttern aus der Maske mit Schaumstoffrolle drin; Foto: Franka S. Schaebs


Ich hoffe, Ihr hattet Spaß beim Lesen und Fotos schauen! Macht's gut und bleibt gesund!


Nachtrag, November & Dezember 2020

Wen die Wissenschaft dazu auch interessiert, der kann hier unsere neueste Studie mit dem eye-tracker lesen, in der es darum geht, dass Hunde aktiv der Bewegung eines Objektes (mit den Augen) folgen und auch voraussehen können, wo das Objekt hinfliegen würde: https://www.nature.com/articles/s41598-020-72506-5 (ja, man kann auch mit Frisbee spielen in die Wissenschaftsgeschichte eingehen ;) ).

Und wer noch mehr wissen und lesen will, kann hier in unserer ersten MRT-Studie nachlesen, dass Hunde offensichtlich gesehene Reize (Stimuli) schneller verarbeiten bzw. physiologisch eher auf sie im Gehirn reagieren als Menschen: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1053811920308995

Alle guten Dinge sind drei:

Druckfrisch gibt es quasi meinen ersten Hunde-MRT-Ergebnis-Artikel inkl. Verhaltenstest mit dem eye-tracker und in einer kleinen Arena zum Thema Mensch-Hund-Beziehung! :) hier (am Ende des Artikels gibt es zwei Beispielvideos der Videos, die wir in den Tests gezeigt haben): neueste Studie Hunde-MRT und mehr

Da das wissenschaftliche Englisch immer sehr schwer zu verstehen ist, hier eine kurze deutsche Zusammenfassung, wer möchte:

Verhaltensstudien haben gezeigt, dass die Mensch-Hund-Beziehung sehr ähnlich zu der menschlichen Mutter-Kind-Bindung ist. Allerdings sind die zugrundeliegenden Mechanismen dazu noch nicht vollständig bekannt. In unserer Studie zeigen wir die Ergebnisse, die wir mithilfe von Magnetresonanztomographie- (MRT), Eye-tracking- (Augenbewegungsuntersuchungen) und Verhaltenstests mit Haushunden erhalten haben. Wir haben untersucht, ob es ein Bindungs-ähnliches System bei Hunden gibt bzw. dieses aktiviert wird, während sie Videos von menschlichen Gesichtern sehen. Dazu haben wir ihnen kurze Videos von den Gesichtern ihrer HalterInnen, einer bekannten und einer fremden Person gezeigt, bei denen sich die gezeigte Emotion von neutral zu entweder freundlich oder wütend verändert. Im MRT-Scanner zeigten die Hunde mehr Aktivität in Hirnarealen, die mit Belohnung oder Bindung zusammenhängen, wenn sie ihre HalterInnen sahen, unabhängig von der präsentierten Emotion. Demgegenüber zeigten sie hauptsächlich Aktivierungen in Hirnregionen, die mit visueller und bewegungsbezogener Verarbeitung zu tun haben, wenn sie die fremde Person sahen. Im Vergleich dazu, verursachte die bekannte Person im Allgemeinen die wenigste Hirnaktivierung bei den MRT-Tests. Während die freundlichen Gesichter hauptsächlich Aktivierungen in den belohnungsverknüpften Hirnarealen hervorriefen, führten die wütenden Gesichter zu Aktivierungen im Limbischen System/ Gehirnbereich (Emotionsverarbeitung). Die Eye-tracking und Verhaltenstests zeigten ebenfalls Tendenzen für eine HalterInnen-Präferenz der Hunde und die damit übergeordnete Rolle der HalterInnen im Vergleich zu den anderen gezeigten Personen. Dies unterstützt die erhaltenen Ergebnisse aus den MRT-Tests. Unsere Ergebnisse zeigen, dass es hilfreich ist, verschiedene Methoden für die Untersuchung der Mensch-Hund-Beziehung zu benutzen und somit weitere Einblicke in dieses spezielle Bindungsgefüge zu bekommen.


Liebe Grüße,
Eure Sabrina


Dienstag, 26. November 2019

Vorträge, Vorträge... - Animal Training Methods Conference 2019 (Warschau) & Kyntegra 2019 (vetmeduni Wien)

Hallo Ihr Lieben,

es gibt wieder großartiges zu berichten! :) Letztes Jahr im November war ich bereits in Warschau auf der ATM 2018 und durfte ein Poster über mein Training für das MRT-Scannen mit wachen Hunden präsentieren. Dieses Jahr wurde ich angefragt, ob ich einen Vortrag über mein Hunde- (und Wolf-) training hier in Wien halten möchte! - was für eine Ehre, mein erster key note speaker talk (also als einer der Hauptsprecher; ATM 2018 & 2019 Homepage) und über 1,5h lang!!! Wahnsinn! Natürlich superaufgeregt flog ich dann am 16.11.19 morgens nach Warschau und wurde spontan gefragt, ob ich vor meinem Vortrag mit in den Warschauer Zoo möchte! Natürlich!!! :) Was für eine Frage (auch wenn ich vorher nochmal schnell meinen Vortrag geübt habe ;) ). Der Warschauer Zoo ist wirklich sehr schön und es wird ganz viel versucht, alte Gehege zu verbessern und zu erneuern, den Tieren Beschäftigungsmöglichkeiten anzubieten und eine möglichst artgerechte Haltung mit viel Platz zu ermöglichen! :) Dort habe ich dann auch die anderen beiden key note speaker Kirstin Anderson Hansen und Kai Mattson (beides super Trainer, z.B. von Delfinen, Robben, Hunden etc.) kennengelernt und es war großartig!!! Wir hatten so viel Spaß! Es war toll, all die tollen Tiere zu sehen, sogar zwei machomäßig, konkurrierende Berggorillas konnten wir ausgiebig beobachten! Mikolaj Zybala hat uns eine tolle Zoo-Tour gegeben und uns viel über die Tiere erzählen können! Toll! :)
Anschließend habe ich meinen Vortrag vor ca. 120 polnischen Teilnehmern gehalten. Es war eine neue, ungewohnte Erfahrung eine Dolmetscherin zu haben, die mich nach ca. 3-4 Sätzen jeweils übersetzt. Der Vortrag kam aber sehr gut an und die Teilnehmer waren sehr interessiert. Abends waren wir dann in einem polnischen Restaurant in der Innenstadt Warschaus und durften verschiedene traditionelle Gerichte probieren, wow, das war lecker! :) Am nächsten Tag konnte ich leider nur Kirstins ersten von zwei spannenden Vorträgen hören, da ich mittags leider meinen Flieger nach Wien zurückkriegen musste. Leider habe ich somit auch Kai's Vorträge verpasst, aber ich freue mich schon riesig, wenn ich die Beiden irgendwann, irgendwo mal wieder treffe! Es war eine tolle und sehr interessante Zeit (tolle Trainings-fachsimpel-Gespräche ;) ) mit ihnen und den Organisatoren der Konferenz! Sehr ungewohnt für mich, wie ein kleiner Star behandelt zu werden, aber toll das Interesse an meiner Arbeit zu sehen! :) Leider waren diesmal alle anderen Vorträge, außer der key note speaker, auf polnisch, daher konnte ich leider keinen anderen besuchen bzw. verstehen, aber es war eine gelungene Konferenz! Der tolle Hunde-Artikelstand mit selbstgemachten Hundebetten, Kissen, Schnüffelteppichen/-spielen etc. war auch wieder da und ich habe sogar eine tolle Schnüffelblume (Foto folgt) für Schnee geschenkt bekommen! :)


Einige Impressionen:





Kirstin

Kai

Ich,

Kirstin, Kai & das tolle Konferenz-Team! :)

Fachsimpeln Austauschen vor dem tollen Hundeartikel-Stand


Vortrag auf der KYNtegra 2019:

Letztes Wochenende durfte ich dann am 24.11.19 auf der KYNtegra, einer Konferenz für Assistenz-/ Service-/ Signal- und Therapiebegleithunde-Halter, Ausbilder/ Trainer und Interessierte, über "Tägliches Training für den Therapiebegleithund" auf unserem Campus der vetmeduni Wien halten! Diesmal sogar vor fast 200 Teilnehmern und ca. 20 Hunden! :) Mensch, auch da war ich super aufgeregt! Aber es hat alles gut geklappt und es war toll von meiner Arbeit als Prüferin (Prüf- und Koordinierungsstelle) und Therapiebegleithunde-Ausbilderin (TG Team Berlin) schwärmen und berichten zu dürfen! Das Publikum war sehr begeistert und hat viele Fotos (von meinen Folien) gemacht! :) Natürlich gab es auch "Schnee" ganz oft auf meinen Folien bei verschiedenen Übungen etc. zu bewundern! ;) Es gab sehr gutes Feedback danach und ich wurde sogar gefragt, ob ich auch in einer anderen Ausbildungsstätte ein Seminar geben könnte! :) 

Es waren wirklich wieder sehr viele spannende Vorträge (u.a. von meiner Kollegin Annika Bremhorst über Emotionen bei Hunden :) ) und es ist immer weider schön, neue und alte Freunde zu treffen! Ein wirklich toller Arbeitsbereich! Vielen Dank für die Einladung und tolle Organisation wie immer an Karl Weissenbacher & Team! :)

Hier ein paar Fotos:






Vielen Dank für Euer Interesse und ich wünsche eine gute Nacht!

Liebe Grüße,
Eure Sabrina





















Sonntag, 22. September 2019

Endlich Tellington TTouch® Practitioner für Hunde & Kleintiere

Hallo Ihr Lieben,

es ist vollbracht! Endlich habe ich mein großes und langersehntes Ziel erreicht, mich Tellington TTouch® Practitioner für Hunde & Kleintiere zu nennen und freue mich riesig!

Es ist wirklich eine wunderbare Methode, die jegliches Tiertraining durch viele verschiedene Möglichkeiten, ob am Tierkörper selbst (sanfte Berührungen, sog. TTouches) oder in der Bewegung im Lernparcours mit unterschiedlichen (Leinen-)Führtechniken, ergänzt und verbessert. Das Tier wird somit ins körperliche und seelische Gleichgewicht gebracht und kann Herausforderungen besser meistern oder sich einfach verwöhnen lassen und sein Wohlbefinden und seine Lebensqualität erhöhen. Sogar Selbstheilungskräfte können aktiviert werden und Ängste, Stress und Traumata können gelindert und besser bewältigt werden! Zudem wird die Mensch-Tier-Beziehung gestärkt und bekommt ebenfalls eine andere Qualität! Einfach eine tolle Methode und ganz leicht von jedem zuhause oder wo immer gebraucht anzuwenden (unter voriger, fachgerechter Anleitung natürlich ;) )!

Ich freue mich sehr, diese ganzheitliche und erfolgreiche Methode anwenden und verbreiten zu dürfen!

Hier mein stolzer Moment mit Bibi Degn (Tellington TTouch® Instruktorin aus Deutschland):




Liebe Grüße und gute Nacht,
Eure Sabrina